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Seit Anfang September 2015 fungiert die Turnhalle in der Wichertstraße als Notunterkunft (NUK) für flüchtende Menschen. Wie in nahezu allen Notunterkünften war die Ausrichtung der Zweckentfremdung eine Angelegenheit von wenigen Stunden. In der Nacht vom 2ten zum 3ten September verlegte die Bundeswehr MDF-Platten in der Halle, um im Anschluss die Halle mit Betten zu füllen. Wenige Stunden später schon standen die Busse mit den ersten Bewohnern vor der Tür. Für 150 Menschen bedeutet diese Halle vorerst ihr neues Zuhause. Nachdem die dringlichsten Angelegenheiten für die NUK in den darauffolgenden Wochen geklärt waren, stellte sich die Frage, wie kann mehr Privatsphäre, Ordnung und Sauberkeit geschaffen und Konfliktpotenzial minimiert werden. Die Idee der Trennwände ward geboren.

katastrophaler Zustand des Bodens

 

Montage Trennwand

 

Ersten bezugsfähigen Einheiten

Es ist Vor-Ort-Termin in der Turnhalle im Bereich, wo die Familien untergebracht sind. Die Tischlerfirma bergconcept, Markus von artevent und einige seiner Handwerker Freunde sind mit dem Unterstützerkreis dort, um die bevorstehende Aktion zu besprechen. Jedoch stellt Zustand des Bodens die Aktionsplanung vor neuen Herausforderungen. Die bauliche Situation in der Halle hatte sich in den letzten drei Wochen drastisch verändert. In der Eile der Nacht und wahrscheinlich mangels Werkzeug und Materialien, hatte die Bundeswehr die Bodenplatten notdürftig ausgerichtet und sich die Ränder ausgespart. Es war also eine Frage der Zeit bis sich diese Konstruktion als problematisch erweisen wird. Der Betreiber und der Unterstützerkreis mussten reagieren, denn die Situation des Bodens war aus mehreren Gründen nicht mehr verantwortbar (Sicherheit, Sauberkeit, Hygiene und Haftung). Die zuständige Personalie beim LaGeSo wurde über diesen Zustand mehrmals mit der Handlungsaufforderung auf Nachbesserung informiert, leider ohne Feedback und Erfolg. Auch eine Bitte an die zuständige Kaserne der Bundeswehr blieb bis heute unbeantwortet.

Die Handwerker vor Ort sind zum Glück sehr pragmatisch denkende Menschen und so nahmen wir die Herausforderung an. In insgesamt 10 Stunden verwandelten die zahlreich erschienenen ehrenamtlichen Helfer mit den Bewohnern und den Handwerkern zusammen den Familienteil der Halle von einem katastrophalen in einen den Umständen entsprechend adäquaten Zustand. Die Bodenplatten wurden ausgebessert, aufgefüllt und fixiert, der Speisesaal wurde gereinigt und mit Schutzfolie neu ausgelegt, die Matratzen der Bewohner gereinigt, die Trennwände gebaut und aufgestellt. Der unermüdlichen Motivation und der tatkräftigen Hilfe aller Beteiligten sei Dank, konnten wir alle für diesen Tag gesteckten Ziele erreichen. Ein Zeichen der Hilfsbereitschaft setzen, den Bewohnern ihre Würde durch Schaffung von Privatsphäre zu einem kleinen Teil zurückgeben und nicht zuletzt in einen Dialog mit den flüchtenden Menschen treten. So hat das Feierabendbier oder die Feierabendkola einen besonders schönen Abgang. Danke für die Spende an BierBier.org. Danke an alle ehrenamtlichen Helfern für tatkräftiges Engagement und leckeren Speisen. Danke an bergconcept für die fachliche Leitung. Einen herzliches Dank an artevent für die Materialkosten-Übernahme und ihren phantastischen Arbeitseinsatz. Danke von den Bewohnern an Alle.

Integration ist Kommunikation und Kommunikation heißt "gemeinsam" machen!

 

[kp]

 

 

 

 

 

 


Bilder der Aktion Ein Mindestmaß an Privatsphäre

 


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